Review: iMac 27″ 2011 mit Core i5 im Test

Der iMac mit 27″ ist immer das Gerät, was einem beim Applehändler sofort ins Auge fällt und anlockt. Allein die schiere Größe begeistert. Wir möchten Euch heute noch weitere Eigenschaften dieses Macs vorstellen.

Seit einigen Wochen sind die neuen iMacs auf dem Markt und da wir im Büro dringend einen neuen Rechner brauchten haben wir dann auch sofort zugeschlagen. Wir arbeiten seit dem Release mit dem 27″ Modell und möchten nun unsere Erfahrungen mit Euch teilen.

Allgemeines

Der iMac ist Apples Volumenmodell der Desktoprechner. Von ihnen gehen im Jahr einige Millionen über die Ladentische. Im Vergleich zum Vorgängermodell gibt es designmäßig keine Änderungen. Da die Displaygröße von 27 Zoll gleich geblieben ist, hat sich an den Gehäuseabmessungen nichts geändert. Auch das mitgelieferte Wireless Keyboard und die Magic Mouse sind die gleichen geblieben.

Der iMac liegt zwischen Mac mini, der vielen nicht leistungsstark genug ist, da er auf dem MacBook, also Laptop-Hardware aufbaut, und dem Mac Pro, der zwar viele Erweiterungsmöglichkeiten mitbringt, aber auch sehr viel teurer ist. Damit ist der iMac für all diejenigen eine gute Wahl, die die hohe Leistung eines Desktoprechners benötigen und dabei Wert auf das Aussehen legen. Zudem rundet ein brilliantes Display das Paket ab. Überhaupt ist alles dabei was man benötigt: WLAN-Fähigkeit, Bluetooth, eine FaceTime Kamera für den Videochat, ein integriertes Mikrofon, Lautsprecher und sogar ein Infrarot-Empfänger für die Apple Remote Fernbedienung. Man kann ohne jegliche Installationsarbeit nach dem Auspacken sofort loslegen.

Design

Das Design des iMac ist nach wie vor beachtenswert und mit All-in-one-Computern aus der Windows-Welt immer noch schwer zu vergleichen. Der iMac ist ein vollständiger Rechner und sieht dabei dennoch wie ein Designobjekt auf dem Schreibtisch aus. Er hat stellt im Raum keinen Fremdkörper dar, sondern fügt ihm eine schlichte Eleganz hinzu.

Dabei wurde Wert darauf gelegt, die technische Seite nicht zu kurz kommen zu lassen. So besteht die Außenhülle des iMac aus Aluminium. Es leitet hervorragend Wärme und wird dazu genutzt die Abwärme von Prozessor und Grafikkarte abzuleiten. Dabei sitzen sich die beiden im Gehäuse mit einigem Abstand gegenüber, so dass genug Platz für jede Wärmequelle ist und sich der Rechner gleichmäßig erwärmt. Der Vorteil dieser Konstruktion: Die Lüfter müssen nur sehr selten hochdrehen. Sie pendeln meist zwischen 900 bis 1000 Umdrehungen und sind damit fast unhörbar. Nur die Festplatte kann man ein bißchen Rauschen hören. Selbst an warmen Tagen (25 Grad im Raum) und hoher Auslastung des iMac ist es so gut wie unmöglich ihn in Bereiche zu treiben, die die Lüfter hörbar rotieren ließen. Das Gehäuse wird zwar sehr warm, aber der iMac bleibt erfreulich leise.

Der gesamte Rechner ist an einem großen Aluminiumfuß aufgehängt, was nicht nur elegant aussieht, sondern es auch ermöglicht der Bildschirm in gewissen Grenzen zu kippen. Höhenverstellen läßt er sich hingegen nicht. Wir hatten allerdings auch nie das Verlangen danach, die Höhe des Displays ist gut gewählt.

Auf der Rückseite sind alle Anschlüsse, die man braucht: so findet man Audioeingang und -ausgang, vier Mal USB 2.0, Firewire 800, zwei Thunderport Anschlüsse sowie Gigabit Netzwerk. Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich der An/Ausschalter. Dinge, die man öfter benötigt wie das DVD-Laufwerk und der SCXC-Kartenslot, befinden sich an der rechten Seite des iMac. Das Laufwerk brennt DVDs, Blurays werden weder gelesen noch geschrieben und von Apple auch nicht offiziell unterstützt. Sie widersprechen der Firmenphilosophie, das eine neue Generation physischer Datenträger überflüssig geworden ist und sich Musik und Filme besser per Internet verteilen lassen.

Leistung

Warum soll es nun der 27 Zöller sein? Weil “Größer ist besser.” in diesem Fall voll zutrifft: Das Display hat eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und bietet so ziemlich für jedes offene Fenster einen Platz. Man kann ohne Probleme zwei volle Seiten nebeneinander betrachten und hat immer noch etwas Platz frei. Wem das nicht reicht, der kann per Thunderbolt noch ein paar weitere anschließen, wie engadget es getan hat. Auch die Farben und der Konstrast sind brilliant.

Wie wahrscheinlich bekannt ist, ist das Display spiegelnd. Wen das nervt, der sollte sich das im Laden vorher ansehen. Allerdings ist das Display so hell, das bei einem geeigneten Aufstellplatz nicht so sehr ins Gewicht fällt. Hat man allerdings das Fenster im Rücken, hat man eine Menge Spiegelungen. Die Helligkeit wird per Sensor immer den aktuellen Umständen angepasst. So leuchtet das Display in einem dunklen Raum weniger hell um nicht blenden – außerdem verbraucht es so weniger Strom.

Die 27 Zoll Modelle gibt es mit 2,7 GHz oder 3,1 GHz i5 Prozessor. Beide haben eine 1TB Festplatte und 4GB Arbeitsspeicher. Der wesentliche Unterschied liegt bei der Grafikkarte: So bietet das besser ausgestatte Modell eine AMD Radeon HD 6970M mit einem 1GB Ram, das einfacher ausgestatte Modell die vom 21,5″ iMac bekannte HD 6770M. Wer gerne in hohen Auflösungen spielt, wird wohl zum größeren Modell greifen. Zudem profitieren auch grafiklastige Aufgaben vom besseren Modell: Bildbearbeiter und Cutter, die häufig Videoschnitt machen, haben etwas davon.

Eine Liste mit Benchmarkergebnissen, also Geschwindigkeitstests, findet ihr hier und hier. Wer die technischen Ergebnisse kurz interpretiert haben möchte: Der iMac ist sehr schnell und kommt teils schon an den Mac Pro heran.

Fazit

Nach einigen Wochen wird einem klar, warum der iMac so ein Erfolg ist: es ist das gelungene Gesamtkonzept. Er bietet viel Leistung, ein hervorragendes Display, schönes Design und viele Schnittstellen für externe Erweiterungen.

Zudem führt Qualität der gebotenen Features zu einem stressfeien Arbeitsalltag: Die Kamera und das Mikrofon für Skype sind so gut, dass man nicht mehr zum altmodischen Telefonhörer greifen möchte. Die eingebauten Lautsprecher sind laut und verzerrungsfrei, so dass man seine Lieblingsmusik hören kann, ohne extra Boxen anschließen zu müssen. Und er läuft so leise, auch bei hoher Auslastung, dass er gut für Leute geeignet ist – und da zähle ich mich dazu – die gerne ein technisches Gerät haben, das am besten unhörbar ist; und da ist der iMac ziemlich nah dran.

Ja, man kann ihn selbst nur sehr beschränkt (nämlich den Arbeitsspeicher) aufrüsten und ja, er ist auch ein bißchen teurer als wenn man die Einzelkomponenten kaufen würde. Aber wer so argumentiert, hat das Konzept nicht verstanden: Der iMac ist ein Werkzeug für den sorgenfreien Arbeitsalltag. Er ist genauso viel Computer wie man braucht, verpackt in eine Hülle, die, schaltet man ihn ab, vergessen läßt, dass es sich um ein Arbeitsgerät handelt.

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