Review: Elgato DTT DVB-T Stick im Test

Fernsehen via DVB-T auf dem Mac? Da gibt es wie üblich eine ganze Reihe von USB Sticks, die einem einen guten Empfang und ein gutes Softwarehandling versprechen. Wir haben für Euch den elgato DTT USB Stick getestet, der einen ziemlich guten Ruf genießt.

Hardware

Der in Grau gehaltende Stick kommt in einer stabilen Papppackung und reichlich Zubehör: USB-Verlängerung, Antenne und Software-CD sind dabei. Also schnell ausgepackt und aufgebaut. Der Stick ist nicht der kleinste, macht sich aber schlank, so dass er z.B. am MacBook keinen danebenliegenden Port blockiert.

Außerdem ist er gerade noch groß genug um eine normale Antennenbuchse anbieten zu können. Das ist sehr angenehm wenn man in einem Gebiet mit schwachem Signal wohnt und auf eine externe aktive Antenne zurückgreift um das Signal etwas zu verstärken – dann gibt es keine Kompatibilitätsprobleme. Die mitgelieferte Antenne ist magnetisch und man kann sie somit an metallene Gegenstände anklemmen. Weiterhin ist ein Saugfuß dabei, der bei uns allerdings nicht auf einem glatten Tisch haften wollte, obwohl er einen robusten Eindruck macht.

Die Software auf der mitgelieferten CD war – wie zu erwarten – schon veraltet. Nach der Installation mit langer Codeingabe wurde gleich ein großes Update runtergeladen. Das könnt ihr Euch sparen, wenn ihr gleich die neueste Version von eyeTV 3 bei elgato ladet – für Nutzer des MacBook Air gehts ja eh nicht anders. Dann den Suchlauf starten und schon könnt ihr Euch entspannt zurücklehnen. Die Robustheit des Empfangs ist mit dem einer Settopbox zu vergleichen. Der Stick versagte in einem subjektiven Vergleich da, wo auch die Settopbox Probleme hatte. Teurere Sticks mögen aufgrund mehrerer Antennen noch mehr aus einem miesen Signal herausholen, aber dennoch ist die Leistung sehr gut.

Software

Die Software ist sehr mächtig, läßt sich aber dennoch leicht bedienen. Man findet eine übersichtliche EPG-Ansicht vor, in der man mit einem Klick Aufnahmen programmieren kann. Befindet sich der Mac im Standby-Modus wacht er von selbst auf und schneidet das gewünschte Programm mit. Dabei sollte man darauf achten, dass man vorher das Bildfenster geschlossen hat, sonst schläft er hinterher nicht wieder ein.

Man findet auch eine Liste der Sender, kann Playlisten erstellen usw. Die Optionen bieten auch die Möglichkeit, das aufgenommene Material gleich in H264, also iPhone und iPad taugliches Material umzurechnen und mit iTunes abzugleichen. Bequemer geht es kaum noch. Auch kann mit einer zusätzlichen, leider kostenpflichtigen App, sogar das Live Programm auf die entsprechenden Geräte gestreamt werden. Fantastisch.

Möchte man es sich vor einem großen iMac bequem machen, schaltet man auf Vollbild und greift zur Fernbedienung – sofern man eine hat, es liegt nämlich keine bei. Diese läßt sich entweder separat von elgato erwerben oder man besorgt sich eine Apple Remote. Trotz der wenigen Tasten der Apple Fernbedienung kann die Umsetzung der Steuerung als durchweg gelungen bezeichnet werden. Hat man sich einmal an die Belegung der Tasten und der dahinterstehenden Logik gewöhnt, kommt man sehr schnell klar. Alles läuft logisch und flüssig, auch wenn man sich manchmal eine andere Reihenfolge der Menüpunkte wünscht. Aber das sind Kleinigkeiten. Das Onscreen Menü ist groß und gut zu lesen und die Optionen sind klar bezeichnet. Man kann also faul im Sofa sitzen bleiben.

Kleinigkeiten

Was ein bißchen schade ist ist das Verhalten bei Aufnahmen: Wenn man beispielsweise eine Aufnahme durchführt und dann umschalten möchte, kommt der Hinweis, dass man die Aufnahme erst abbrechen muss. So weit, so logisch. Leider kann man diese Meldung nur bestätigen und muss sich dann durchs Menü hangeln um die Aufnahme abzubrechen. Hier wäre es angebracht, im eingeblendeten Hinweisfenster die Möglichkeit anzubieten, die Aufnahme direkt abzubrechen.

Zudem wird hier nicht die Möglichkeit angeboten, einen anderen Sender des gleichen Bouquets anzusehen. Digitalsender werden immer im Viererpack ausgesendet, und so kann man normalerweise Pro7 gucken und Sat.1 aufnehmen – auch bei nur einem Tuner. Über das Menü ist diese Funktion auch verfügbar: Mit der crtl-Taste lassen sich im Menü “Ablage” mehrere Fenster als Mulitplex öffnen und so kann man alle Programme einer Sendergruppe auch gleichzeitig ansehen – und sich mit einem Bananensandwich dabei wie Elvis fühlen. Dann ist es auch möglich eine Sendung aufzuzeichnen und eine andere in den Vordergrund zu holen. Das geht leider nicht, wenn man vor seinem 27″ iMac im Sofa sitzt und per Fernbedienung oder vorheriger Programmierung eine Aufnahme startet. Dann ist Umherschalten nicht gestattet und es kommt die schon bemängelte Fehlermeldung.

Weiterhin ist es schade, dass man kein Blick auf das laufende Programm hat, wenn man in der EPG-Ansicht ist. Der Ton läuft zwar weiter, aber von anderen MediaCenter-Lösungen ist man gewohnt, dass das Bild durchgängig zu sehen ist. Zudem ist nicht immer klar ersichtlich, wie spät es ist. Eine Uhr wird nicht eingeblendet, nur ein kleiner roter Strich gibt den aktuellen Zeitpunkt an. Das kennt man etwas übersichtlicher.

Fazit

Der elgato DTT Stick und die Software eyeTV 3 machen einfach nur Spaß und das Leben einfach. Wer sich immer schon gefragt hat, warum elgato Sachen ein bißchen teurer sind als andere: Weil sie einfach funktionieren. Stick einstecken, Software installieren, läuft. Bei der Benutzung stellt man dann fest, wie durchdacht die Software ist. Zudem läuft sie extrem stabil. Alles in allem also eine fast perfekte Lösung – die angesprochenen Kritikpunkte fallen eher in die Kategorie “Verbesserungen, die man sich wünschen kann”. Weiterhin ist der Stick klein genug um ihn überall dabei zu haben, aber nicht so klein, als dass er wie die noch kleinere Version DTT Deluxe mechanisch anfällig wäre. Ihr könnt also absolut bedenkenlos zugreifen.

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