Mit dem Mac fast automatisch teurere Hotels buchen

Ein interessanter Bericht zum Thema Gewinnoptimierung ist im Wall Street Journal zu lesen: Danach wählt das Hotelportal Orbitz.com die angezeigten Hotelzimmer danach aus, mit welchem Betriebssystem man die Seite ansurft.

Dazu muss man wissen, dass man nicht anonym im Internet surft. Nicht nur Eure IP-Adresse wird von Eurem Internetprovider gespeichert und an jede Webseite übertragen, die ihr besucht, sondern auch technische Informationen wie z.B. den Browser den ihr benutzt oder eben Euer Betriebssystem.

Orbitz hat jetzt herausgefunden, dass Mac-User anscheinend 30% mehr Geld für Hotelzimmer ausgeben als Windows-User. Dabei geht es wohl weniger darum, das gleiche Hotelzimmer zu unterschiedlichen Preisen anzubieten als vielmehr darum, dass Leute, die mit einem Mac die Internetseite des Hotelanbeiters aufrufen, mit einer 40% höheren Wahrscheinlichkeit komfortablere Hotelzimmer buchen – d.h. der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie – und die sind nun mal teurer.

Das Wall Street Journal hat die Probe aufs Exempel gemacht und tatsächlich festgestellt, dass die Preise der angezeigten Hotelzimmer auf dem Mac 11% teuer waren. Allerdings muss man dazu sagen, dass es immer noch die Möglichkeit gibt, die Suchergebnisse nach Preis zu sortieren, es wird also für den Mac-Nutzer nichts unterschlagen.

Zudem gelten Apple-Nutzer, gerade solche von Mobilgeräten als sehr spendabel:

Apple users already stand out as big spenders. Nearly half of retailers in a recent study by Forrester Research and Shop.org said users of tablets—a large majority of which are iPads—tend to place bigger online orders than users of laptops or desktops.

Wer ein iPad oder iPhone sein eigen nennt scheint größere Beträge online auszugeben als Besitzer eines Destop-Rechners.

Dieses erste Experiment ist einfach ein Weiterdenken des schon lange vorhandenen Ansatzes die eigene Zielgruppe möglichst genau zu treffen. Es ist interessant, dass es anscheinend reicht, anhand des Betriebssystems das Nutzerverhalten auszumachen. Solange keine Suchergebnisse vorenthalten werden und man immer noch nur nach dem Preis sortieren kann, sollten daraus eigentlich keine Nachteile entstehen. Wie seht ihr das?


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