Neuer iMac teuer, Fotos vom Innenleben, Arbeitsspeicher tauschbar

Bei Apple kann man ab sofort die neuen Modelle des iMacs in 21,5 und 27 Zoll bestellen. Die Preise für eine sinnvolle Konfiguration steigen dabei aber sehr schnell.

Die japanische Seite kodawarisan hat schon ein 21,5″ Modell in die Finger bekommen und einen Blick ins Innere werfen können. Aufgrund des fehlenden Laufwerks und Integration der Komponenten besteht der Rechner im wesentlichen nur noch aus Mainboard, Netzteil, Kühlkörper mit Lüfter und Festplatte.

Diese scheint aber ein 2,5 Zoll Modell zu sein und wird demnach das Nadelöhr im neuen Modell sein. Im Vergleich zu Geschwindigkeiten von ausgewachsenen 3,5 Zoll Festplatten mit 7200 Umdrehungen liefern die 2,5 Zoll Notebookmodelle mit läppischen 5400 Umdrehungen lange nicht so viel Durchsatz. Ist es beim MacBook Pro noch möglich ein schnelleres Modell zu ordern, muss man sich beim kleinen iMac gleich für das Fusiondrive entscheiden, was aber 250 Euro Aufpreis kostet – und auch nur beim stärkeren der beiden 21,5″ Modelle verfügbar ist, der nochmals 200 Euro mehr kostet. Somit bezahlt man 450 Euro, nur um kein Laufwerk zu nutzen, dass schon mit iBooks ausgeliefert wurde – sehr fragwürdig. Da macht es schon mehr Sinn sich eine externe SDD zuzulegen und diese per Thunderbolt anzuschließen.

Möchte man dennoch das Fusiondrive haben und konfiguriert den kleinen iMac entsprechend, kostet das ganze knapp 1800 Euro. Für ungefähr 1880 Euro bekommt man aber schon das 27″ Modell inklusive etwas besserer Grafik. Zwar ohne Fusiondrive, jedoch mit einer Festplatte, die zumindest 7200 Umdrehungen schafft. Die Kaufentscheidung will also gut überlegt sein, besonders vor dem Hintergrund, dass die Rechner trotz weniger Ausstattung (fehlendes optisches Laufwerk, kein Firefire mehr ohne kostenpflichtigen Adapter, kein separater Audioeingang mehr) 100 bis 200 Euro teurer als die Vorgänger sind.

Möchte man den Arbeitsspeicher aufrüsten, verlangt Apple wie immer happige Aufpreise: 200 Euro für die Erhöhung auf 16 GB sollen es sein. Hierbei gibt es mehr oder weniger gute Nachrichten: in den Fotos von kodawarisan ist zu sehen, dass der Arbeitsspeicher beim kleinen Modell tatsächlich nur gesteckt ist. Wer sich also zutraut das Display des neuen Modells abzunehmen und ein paar Schrauben am Mainboard zu lösen, wird den Speicher auch selbst aufrüsten können. Beim 27 Zöller ist das sogar ohne Bastelarbeiten möglich.

Insgesamt macht die Modell- und Preisgestaltung beim neuen iMac nicht unbedingt den Eindruck einer gelungen Fortentwicklung sondern eher den einer fast schon dickfelligen Gewinnmaximierung. Als Tipp könnte man zu Zeit folgenden geben: Kauft Euch, falls ihr auf USB 3.0 verzichten könnt, einen 27″ Zöller, den es vielleicht irgendwo zum Schnäppchenpreis gibt. Er ist dann zwar nicht der dünnste iMac, den ihr auf dem Schreibtisch habt, aber ganz ehrlich, wen interessiert das schon?


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