Review: Modem Router Draytek 2760 ADSL VDSL2+ im Test

Heute stellen wir Euch den Modem Router Draytek 2760 vor: Ein hervorragender Zuspieler für die AirPort Extreme und als ADSL und VDSL2+ Modem erste Wahl.

Die Situation ist ja meist folgende, wenn man sich über neue Geräte Gedanken macht: Man ist mit den gelieferten sehr günstigen Geräten des Providers nicht zufrieden. Als erstes wird der WLAN-Router ausgetauscht, gerne gegen eine AirPort Extreme. Diese hat hervorragende Funkleistungen, kann aber sonst nicht wirklich viel. Sobald das Netzwerk etwas ausgebaut wird und nicht einfach nur Internet verteilt werden soll, muss ein mächtigeres Gerät her.


Professionelle Ausstattung, elegantes Aussehen

Bei allen VDSL2-Anschlüssen auch nötig: ein VDSL2 Modem. Wir wir schon in unserer Übersicht gezeigt haben, gibt es paar geeignete Kandidaten. Hier zeigen wir, wie Euch 15-20 Euro Aufpreis statt eines simplen Modems ein professionellen, stabilen und mächtigen Router kaufen, der exzellent mit einem AirPort WLAN Access Point zusammenarbeitet. Aber keine Angst: auch Laien, die nicht alle Funktionen nutzen möchten, profitieren im Kern von der wesentlich besseren Ausstattung des Draytek 2760, ohne sich in den zahlreichen Optionen verheddern zu müssen.

Modem Router Draytek 2760

Router Draytek Vigor 2760 genauso groß wie das Modem Vigor 130

Der Draytek kommt in einem weißen und glänzenden Gehäuse, das sich auch gut neben Apples weißen Produkten macht. Die Abmessungen sind die geleichen wie des kleinen Bruders Vigor 130, das als reines Modem beworben wird, aber auch schon ein (kastrierter) Router ist. Der geringe Aufpreis für das große Modell lohnt aber in jedem Fall: es gibt nicht nur das ADSL und VDSL2 taugliche Modem (incl. Vectoring), sondern zusätzlich einen Vier-Port-Gigabitswitch und zwei USB 2.0 Anschlüsse für Drucker, USB-Speicher und Mobilfunksticks.


Umfangreiche Einstelloptionen, aber auch hilfreiche Wizards

Es wird softwareseitig schnell deutlich, dass Draytek ein Hersteller professioneller Netzwerklösungen ist. So bietet der Vigor VLAN-Tagging und IPTV-Unterstützung (wichtig für Telekomkunden), VPN-Server für zwei Verbindungen und umfangreiche Monitoringfunktionen. Allerdings macht es DrayTek dem Laien bei den Grundeinstellungen, den Einstellungen für IPTV und den VPN-Zugängen leicht: Im Hauptmenü lautet gleich der zweite Punkt “Wizards”. Die Einrichtungsassistenten fragen einfach nach und nach alle notwendigen Einstellungen ab und man erspart sich die manuelle Einrichtung.

Draytek Vigor 2760 Delight IPTV

Mainboard des Draytek Vigor 2760

Die Sicherheit kommt auch nicht zu kurz: eine Stateful Packet Inspection Firewall, die die eingehenden Internetpakete auf Plausibilität prüft, kann selbst die AirPort Extreme nicht bieten. Ebenfalls an Bord eine DoS/DDoS-Abwehr: Ihr habt dann einen Router, der sich bei Denial auf Service Attacken (wo extrem viele Recher durch gleichzeitige Zugriff einen Zusammenbruch provozieren) nicht leicht unterkriegen lässt. Diese lässt sich im Zusammenhang mit den CSM-Filtern (Communication System Monitoring, also Überwachung der Kommunikation) nach individuellen Wünschen konfigurieren. So kann man bestimmte Dienste sperren, z.B. Skype, oder den Zugriff auf Internetadressen nach Stichwort sperren. Auch die Whitelist des BPjM wird unterstützt.

Was vielen AirPort Nutzern auffällt – und dann fehlt, wenn sie es bemerken – ist eine Quality of Service Funktion. Diese Funktion sorgt dafür, das wichtiger Netzwerktraffic unwichtigerem vorgezogen wird. So sollten beispielsweise Sprachpakete der angeschlossenen Voice-over-IP-Telefone ohne Verzögerung durchgeleitet werden und Aufrufe von normalen Webseiten dafür zurückgestellt. Findet diese Einteilung nicht statt, hat man schnell nervige Unterbrechungen, wenn das restliche Netz ausführlich genutzt wird, zum Beispiel beim Videostreaming. Der 2760 hat hier umfangreiche Einstellmöglichkeiten, die für Voip sind schon standardmäßig aktiviert, so dass man hier gar keine Arbeit hat.

Draytek Vigor 2760 Delight WAN

Anschlüsse Draytek Vigor 2760

Sehr flexibel ist der Router hinsichtlich der Internetverbindung: diese kann, wie üblich, über den Anschluss für das VDSL-Modem hergestellt werden. Bei einem Ausfall kann die Fallback-Lösung den im USB-Port eingesteckten Funkstick nutzen. Oder bei einer anderen Konfiguration, beispielsweise zukünftigem Internet via Glasfaser, lässt man das Modem links liegen und nutzt einen der Eingänge des Gigabit-Switches. Eine gewisse Zukunftsicherheit ist also gegeben, da das Gerät auch mit Geschwindigkeiten bis zu 300 Mbit/s klar kommt.

Toller Bonus: das Gerät unterstützt auch VLANs. Nein, nicht nur auf der Anschlussseite zur Telekom, sondern auch im Heimnetz. Diese Möglichkeit ermöglicht es über die gleichen Kabel logisch völlig getrennte virtuelle LANs aufzuspannen, was der Sicherheit dient. Allein diese Funktionalität ist den Aufpreis alleine schon wert, müsste man doch sonst zu einem Managed Switch greifen.


Der Top-Router. Unsere Empfehlung.

Wir haben den DrayTek Vigor 2760 getestet, die Version ohne WLAN und ohne Voice-over-IP-Funktion. Da man für einen ADSL oder VDSL-Anschluss immer ein Modem braucht, ist unsere Empfehlung für 20 Euro mehr gleich diese eierlegende Wollmilchsau zu kaufen. Als Access Point kann dann eine AirPort Extreme oder ein viel günstigerer Buffalo WHR-1166D dienen.

Das schöne am 2760 ist, dass er sehr mächtig ist, aber man von den Optionen nicht zwangsweise gebraucht machen muss. So lässt sich die Quality of Service umfangreich einstellen, Voip-Traffic ist aber schon sinnvoll vorkonfiguriert. Der Drucker ist mit wenigen Klicks im Netz, der eigentliche Internetzugang mit dem Wizard schnell eingestellt. Telekomkunden freuen sich über die IPTV-Unterstützung und eine stabile Funktion.

Genug Ports für alle Wünsche: Draytek 2760 und Airport Extreme

Der ftp-Zugang zum USB-Stick ist etwas umständlicher, aber funktioniert dann tadellos, wenn auch nicht besonders schnell (1-4 MB/s). Dieses ist aber auch nicht die Hauptaufgabe dieses Routers: Er soll angeschlossene Drucker und auch Surfsticks ins Netz bringen. Für das Nutzen der VPN-Verbindung in Zusammenhang mit dem USB-Speicher werden wir noch eine Anleitung nachreichen, bei der dann auch der langsame Zugriff nicht so ins Gewicht fällt, da die Zugriffe übers Internet stattfinden. Ebenso folgt eine Anleitung zum Einrichten der umfangreichen Contentfilterung z.B. als Kindersicherung mit Hilfe der Firewall.

Die Grundeinstellungen (wenn Ihr den Wizard nicht nutzen möchtet) findet Ihr wie üblich im Forum, ebenso die Einstellungen für ftp, Surfstick und Druckernutzung.

Fall Ihr noch Fragen habt, stellt sie einfach hier oder im Forum, wir beantworten sie gerne.

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