Review: bestbeans Fashion White Bluetooth Speaker im Test

Nagelneu und schon bei uns im Test: der Bluetooth Lautsprecher Fashion White von beastbeans.

Erster Gedanke: ein Fashion Speaker, aiaiai. Was haben sich die Kollegen denn dabei gedacht? Nachdem das letzte Modell des Herstellers, der „Beachgroove“ sehr gut ankam, war jetzt wohl ein Griff in die Designkiste dran.

bestbeans Fashion White Speaker

bestbeans Fashion White  Lautsprecher

Als erstes fällt die Verpackung auf. Wie bei Apple Geräten besteht diese aus einer dickwandigen Acrylbox. Sehr wertig. Die Verpackung verspricht also einiges an Qualität auch der erste optische Eindruck des Lautsprechers macht neugierig. Üblicherweise haben Lautsprecher ja immer irgendwie eine technische Anmutung – dieser ist anders.


Gute Ausstattung & voller Sound

Also ausgepackt: Der Lautsprecher selbst ist dabei, ein Audio- und ein Micro-USB-Kabel zum Laden sowie die Anleitung. Das Gerät hat ein gewisses Eigengewicht und macht zudem einen sehr stabilen Eindruck, nichts lässt sich eindrücken. Die weisse Optik ist Leder nachempfunden und sieht in der Realität überraschend gut aus, der kleine Aufhänger ist tatsächlich echtes Leder. Das restliche Gehäuse ist silber lackierter Kunststoff, die Knöpfe und die Abdeckung sind aus weichem Gummi, dass sich angenehm anfühlt.

bestbeans Fashion White Kabel

So langsam verstehen wir den Designansatz. Aber erstmal Musik gehört: Eingeschaltet, verbunden, läuft. Versprochen wurde Bass und geliefert wird tatsächlich ein ziemlicher Punch. Diese lässt die Gläser im Schrank nicht klirren, ist aber gut auf ein harmonisches Zusammenspiel austariert und holt das Maximum aus dem sehr steifen Gehäuse raus. Die beiden Füsse aus Micro-Suction-Material saugen sich sogar ein bißchen auf dem Tisch fest. Bei hoher Lautstärke rappelt nichts. Der Sound klingt kompakt und souverän. Der Fashion White kann auch mal alleine einen Raum beschallen ohne dass er angestrengt wirkt. Wir würden sagen, der Speaker überspringt gerade die Grenze, ab der man sagt, dass es ein normaler Lautsprecher ist und kein mobiles Gerät, dem man ständig seine Grenzen anmerkt. Dafür, dass er in die Hosentasche passt hervorragend. Selbstverständlich gerät er bei sehr komplexen Stücken an seine Grenzen, dennoch kann er mehr als man erwarten würde.

bestbeans Fashion White Slots

Zum Vergleich: ein MacBook Pro klingt deutlich dünner. Hört man eines nach dem Fashion White fehlt einem einiges. Im Wettstreit mit den Lautsprechern des Thunderbolt Display fehlt es im etwas an Weite und Luftigkeit – dafür ist dieses unpraktisch tragbar. ;) Auch schön: die gute Funkreichweite (Bluetooth 2.1 EDR). Auch durch zwei Wände hindurch gab es keine Probleme, die Verbindung wurde selbst beim Herumlaufen stabil gehalten.


Neuer Designansatz & einfache Handhabung

Wieder zum Design: Oben befinden sich Bluetooth-Taste (auch für Play/Pause beim Spielen von Micro-SD-Karte), Leiser (oder vorheriger Track), Lauter (oder nächster Track), und der Ein-/Ausschalter. Letzteres wird immer mit einem schönen Hinweiston quittiert. Bluetooth und Einschalter leuchten blau. Bedient man eine Taste (die man dann logischerweise mit dem Finger abdeckt), gibt die andere die optische Rückmeldung – schlau. Auch haben die Designer darauf geachtet das NFC-Logo und das Micro gleich weit von den Tasten zu platzieren, so dass der symmetrische Eindruck erhalten bleibt.

bestbeans Fashion White Tasten

Auf der rechten Seite gibts dann noch den Steckplatz für die Micro-SD-Karte, den Micro-USB-Eingang zum Laden und den Audioport. Alles wird von einer Abdeckung wasserdicht verschlossen – wenn man dran denkt. Also vor dem Duschen nochmal überprüfen. :)

Das Spielen von der SD-Karte klappt hervorragend. Sie wird automatisch erkannt und der erste Track wird abgespielt. Mit Doppelklick auf + gehts einen Track vorwärts, nach dem Aus- und Anschalten gehts beim letzen gespielten Track weiter. Schade: ist eine Micro-SD-Karte im Schacht, kann man nicht auch gleichzeitig eine Bluetoothverbindung aufbauen, man kann also die Karte nicht als Backup im Gerät lassen, bis der Handyakku leer ist aber der Lautsprecher noch Saft hat.


Worauf man achten sollte

Neben der guten Verarbeitungsqualität und dem überraschenden Sound hat der kleine Speaker auch seine Eigenheiten: Es gibt es ein leichtes Grundrauschen. Das ist aber nur von Bedeutung wenn Ihr sehr leise Musik hören möchtet.

Die Lautstärkeverstellung fängt bei Tastendruck erst nach einer Sekunde anfängt zu arbeiten, dann aber unglaublich schnell. Am besten ist es also, ihr zählt „21“ und lasst bei der gewünschten Lautstärke gleich wieder los – und regelt es direkt über das angeschlossene Gerät. Man gewöhnt sich dran.

Wesentlich entscheidender ist der leichte zeitliche Versatz in der Wiedergabe von Audiodaten: möchtet Ihr beispielsweise einen Film auf dem MacBook sehen und den Sound über Bluetooth streamen, ist dieses Modell nichts. Ton und Bild sind nicht mehr synchron und das leider so stark, dass es aufällt.

bestbeans Fashion White Back

Zu der eingebauten Freisprecheinrichtung muss man sagen, dass man den Angerufenen gut versteht, der allerdings nicht begeistert war von der Qualität unseres Audiosignals. Also mal schnell einen Anruf am Strand annehmen ist ok, für die stundenlange Telefonkonferenz taugt es nicht.


Rundes und geschmackvolles Gesamtpaket

Bestbeans hat mit dem Fashion White interessante Eigenschaften verknüpft und damit fast eine eigene Nische geschaffen: guter Sound, stylishes, aber nicht modisches Design kombiniert mit sehr langer Akkulaufzeit und Wasserdichtheit machen den Speaker zu einem angenehmen Begleiter. Mit den Nachteilen kann man leben, sie fallen bei der Alltagsanwendung wahrscheinlich eh nicht ins Gewicht.

bestbeans Fashion White Bluetooth Lautsprecher

Vom Design sind wir tatsächlich am meisten überrascht. Wir hatten Ihn ein paar Tage in der Wohnung stehen und er hat sich entgegen den ersten Vermutungen als ein wunderbares Accessoire entpuppt und fügt sich angenehm in die Wohnung ein. Egal ob er in der Küche oder im Wohnzimmer steht, er ist eher eine Bereichung für die Einrichtung als ein Lautsprecher, der irgendwo stehen *muss*. Darauf zu setzten, anders zu sein, zahlt sich in diesem Fall aus. Nach ein paar Tagen gehört er schon als musikalischer Mitwohner mit eigenem Stil dazu.

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