Was bringt TRIM für nachgerüstete SSDs in OS X?

Apple erlaubt seit kurzem das Aktivieren des TRIM-Befehls für SSDs, die man nachträglich in seinen Mac eingebaut hat. Wir haben ausprobiert, was die Aktivierung des Befehls tatsächlich bringt.

Hier könnt ihr lesen, was TRIM überhaupt ist und wie Ihr es einschaltet. Nun zum eigentlich interessanten Teil: Wir haben eine Plextor M5S SSD mit 128 GB seit Ende 2014 in einem älteren MacBook. TRIM war nicht aktiviert und die freie Kapazität beträgt um die 15 GB. Bevor wie die Messungen durchgeführt haben, haben wir mit dem Festplattendienstprogramm noch einmal die Rechte repariert und neu gestartet.

Hier sind die Messungen mit xBench und AJA Systemtest vor der Aktivierung von TRIM:

Plextor SSD M5S 128 ohne TRIM 2

AJA Plextor SSD M5S ohne TRIM

Und nach dem Aktivieren des TRIM-Befehls und einem Neustart:

M5S mit TRIM

AJA Plextor SSD M5S mit TRIM

Wie man sieht, haben sich einige Werte vervierfacht! Die Unterschiede bei den Messungen im AJA Systemtest fallen nicht ganz so gravierend aus, weil nur eine große Datei weggetuppert wird. Man sieht aber die strukturellen Auswirkungen des TRIM-Befehls direkt: Ist TRIM nicht aktiviert, fängt die SSD erst bei einem Schreibbefehl des Betriebssystems an Daten zu löschen und umzusortieren. Das kostet natürlich Zeit. Mit TRIM weiß die SSD von vornherein, welche Daten wo untergebracht werden können, ohne dass eine Verzögerung entsteht.

TRIM lohnt sich.

So gut die SSD auch ohne TRIM und mit der eigenen Garbage Collection (die laufwerksinterne Aufräumfunktion) funktioniert, so sehr sind wir doch über die starke Verbesserung der Datenraten überrascht. Es kann sein, dass bei anderen Konfigurationen der Unterschied nicht ganz so hoch ausfällt, schließlich ist bei der von uns benutzen Plextor nur noch ein kleiner Teil frei und möglicherweise ist hier der Informationsvorsprung für die SSD mit TRIM besonders wichtig. Unterm Strich scheint sich aber die Aktivierung der Funktion sehr zu lohnen.


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