Shpock Flohmarkt-App im Kurztest

Alternative zu eBay Kleinanzeigen? Wie wärs mit Shpock? Wir sagen – naja.

Die Flohmarkt-App Shpock hat es sich bekanntlich zur Aufgabe gemacht das Online-Flohmarktgebiet von eBay Kleinanzeigen etwas cooler auszuziehen und somit zeitgemäßer zu machen. Ob das auch geklappt hat oder ob es doch eher bei dem Versuch blieb, haben wir heute kurz angetestet.

Shpock Flohmarktapp

Die App an sich ist durchaus schön anzusehen, die Desktop Webseite eher durchschnittlich. Etwas nervig ist, dass der Echtname als Username verwendet wird, also wird bei Lisa Simpson entsprechend Lisa S. angezeigt, auch wenn man vielleicht lieber L. Simpson hätte.

Das erste was beim Durchsuchen der Angebote auffällt ist, dass es mit dem umfangreichen Angebot bei eBay Kleinanzeigen nicht mithalten kann. Weiterhin sind die Beschreibungen häufig kurz gehalten, was dazu führt, das häufig nicht alle Daten aufgelistet sind.

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Bei Kommunikationsaufnahme mit dem Käufer bietet sich ein anderes Problem: Möchte man unter dem genannten Preis bleiben, wird ein geringerer Preis häufig direkt abgelehnt, so dass man die private Nachricht gar nicht erst abschicken kann. Wählt man dann die Frage-Option aus, die öffentlich ist, muss man sich kurz halten, da man nur 255 Zeichen hat. Das führt zu zwei Problemen: Hallo, danke und tschüß fallen meist komplett weg und es gibt nur verkürzte Kommunikation: „Nur Abholung, kein Versand.“ etc. Nennt mich altmodisch, aber so kann ich ein Gegenüber, dem ich Geld senden soll nicht einschätzen. Zweitens entwickelt sich ein Gespräch oft hin zum Angebot. Produkt noch da? > Wie oft genutzt? > Ich biete soviel Euro. > Ok. > Adresse und Bankverbindung. Das Problem bei Shpock ist, dass die Fragen öffentlich sind. Fängt man also dort ein Gespräch an landen auch alle privaten Daten in der Öffentlichkeit. Man muss also beizeiten wieder zurück in die private Kommunikation. Etwas suboptimal.

Verwunderlich zudem, dass man sich bei Nutzung der Desktopseite nicht mal Ausloggen kann und die Datenschutzbestimmungen bei Aufruf auf dem Handy nicht mal mobiloptimiert sind. Nun ja.

Es gibt besseres.

Unterm Strich ist also die Usability nicht die gewünschte Verbesserung gegenüber eBay Kleinanzeigen. Obwohl zumindest die App optisch ansprechend daher kommt, sind echte Geschäftsanbahnungen eher hakelig. Das Publikum scheint zudem auch eher jüngerer Natur zu sein und das ganze etwas mehr in der Entertainmentrichtung anzusiedeln. Was ist Eure Erfahrung?


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