Neue MacBooks mit Touchleiste und Thunderbolt 3

Apple hat heute die neue MacBook Pro Reihe aktualisiert. Die auffälligsten Veränderungen sind der Ersatz der obersten Tastenreihe durch ein berührungsempfindliches OLED Display und der Ersatz aller Anschlüsse durch Thunderbolt 3 Ports.


Neue MacBooks mit Thunderbolt 3

Damit geht Apple weiterhin den Weg alle Anschlüsse zu vereinheitlichen. Im Gegensatz zum Macbook 12″ gibt es immerhin drei Anschlüsse mehr -zumindest bei den teuersten Modellen. Das 13″ Einsteigermodell hat nur zwei. Sollen Produkte angeschlossen werden, die einen noch immer verwendeten und weit verbreiteten Anschluß haben wie beispielsweise Netzwerk, HDMI oder USB-A, so muss jedesmal zu einem Adapter gegriffen werden. Auch der SD-Kartenslot entfällt ersatzlos. Damit hat sich die Anzahl der externen Ports von acht auf vier halbiert, bzw. auf einen benutzbaren, wenn man beim kleinsten MacBook Pro gleichzeitig auch laden will.

MacBook Pro Touch Bar

MacBook Pro Butterfly

Eine schöne Innovation dagegen ist die Touchscreenleiste, die abhängig vom gewählten Programm und Benutzungszustand immer passende Optionen anbietet. Zudem gibt es eine Touch ID Sensor zum entsperren von macOS. Damit erreicht man die Flexibilität von Tastaturen, die bei allen Tasten auf kleine Displays setzten, jedoch zu einem kleineren Preis. Die restliche Tastatur ist so flach ausgefallen wie beim kleinen 12″ MacBook. Das dürfte nicht jedem gefallen. In unserem Test des 12″ MacBook fiel auf, dass der nahezu nicht vorhandene Hub der Tasten sehr gewöhnungsbedürftig ist und eher ein Take-it-or-leave-it Kriterium ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich jeder mit dem neuartigen Tippgefühl anfreunden kann. Beim Magic Keyboard für den iMac hat Apple einen besseren Weg gefunden: zwar wurde auch hier der Hub verringert, allerdings ist noch zu spüren, wie sich die Taste bewegt.

Touch Bar Touch ID

MacBook Pro innen

Die inneren Werte wurden nach lange Zeit wieder aktualisiert: die Geräte kommen mit i5 Zweikernprozessoren in den 13″ Geräten und Vierkern i7 im 15″ Modell. Alle Geräte haben nur 256 GB Flashspeicher.


Die Preise steigen erneut

Das günstigste MacBook Pro im 15″ Format kostet jetzt knapp 2400 Dollar, das sind 400 Euro mehr als beim alten Modell. Zwar bekommt man jetzt einen etwas schnelleren Prozessor, jedoch nur 256 GB Speicher.

Das größere MacBook Pro mit 13″ kostet knapp 1800 Dollar und entspricht somit der größten verfügbaren alten Option – allerdings mit der Hälfte an Speicher. Auch hier also eine Preiserhöhung. Im Bild die alten Preise.

alte MacBook Preise

Das 13″ Modell mit kleiner Ausstattung (also ohne Touchscreenleiste, nur zwei Thunderbolt Ports, langsamerer SSD, langsamerer Grafik) kostet knapp 1500 Euro. Auch das liegt 200 Euro über dem bisherigen Einstiegsmodell. Zwar hat sich gegenüber diesem der Speicherplatz verdoppelt, allerdings hat man nur zwei Anschlüsse wobei beim Laden nur noch einer verfügbar ist und statt eines 2,7 GHz Prozessors gibt es nur einen mit 2.0 GHz, wobei die Benchmarks der neuen Prozessorgeneration noch abzuwarten sind. Dennoch stellt sich die Frage wie ein Modell mit weniger mechanischen Bauteilen und immer günstiger werdenden Speicherpreisen teurer werden kann.


Unser Rat an alle, die genau jetzt ein neues MacBook benötigen

So schön diese neue Touchleiste auch aussieht, zum aktuellen Zeitpunkt bringen die Entscheidungen, die Apple getroffen hat, für den Alltag nur Nachteile. Überlegt Euch, ob und was Ihr ständig ans MacBook Pro anschließt: wenn es ab und zu ein HDMI-Monitor ist und ständig ein Gerät mit USB-A, dann habt Ihr bereits Eure Entscheidung. Es ist einfacher bei den auslaufenden Modellen von USB-A auf USB-C zu adaptieren als umgekehrt. Oder ihr benötigt für die neuen Modell zwingend einen Adapter. Was diese, nun ja, nicht mehr ganz so Pro macht.

Daher unser Tipp: Das Geld lieber in eine größere Speicherausstattung eines im Ausverkauf günstig zu erstehenden auslaufenden Modells stecken. Diese sind für alltägliche Aufgaben schnell genug (Videoschnittkünstler werden widersprechen), bieten schnelle Anschlüsse jeder Art, haben bereits ein Retina Display, eine ausgereifte Tastatur mit ausreichend Hub und sehen (das ist sehr subjektiv) gefälliger aus. Gut, die Touch Bar fehlt, big Deal. Aber am Ende des Tages ist es Euer Geld und Euer Werkzeug. Aber wie immer: entscheidet selbst! Und kommentiert unten, was Ihr von Apples neuen Geräten haltet.

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