DIY: Apple HomePod mit altem iPhone selbstgebaut!

Ihr findet smarte Lautsprecher gut und wartet schon gespannt auf den Apple HomePod? Wie wärs denn, wenn Ihr Euch in der Zwischenzeit einen eigenen baut?


Einen HomePod einfach selber bauen!

Die Zutaten, die wir dafür brauchen, sind ziemlich wenige: Einen Lautsprecher mit 3,5 mm Klinkeneingang (wir nehmen einen Creative Muvo mini, den wir hier bereits getestet haben), ein 3,5mm auf 3,5mm Klinkenkabel und ein altes iPhone. Wir habens mit einem 4S, einem 5 und 5s getestet und stellen fest, dass es mit dem 5s aufgrund der Schnelligkeit am angenehmsten funktioniert. Dieses hat 1 GB Arbeitsspeicher und einen A7 Prozessor. Apple geht beim HomePod noch eine Generation weiter und verbaut sogar einen A8 Prozessor. Ein iPhone 5 sollte aber für die einfache Aufgabe auch reichen.

Stecken wir also nun den Lautsprecher mit dem Kabel ans iPhone und schalten „Hey Siri“ ein, brauchen wir das iPhone nur noch mit einer Stromquelle zu verbinden und haben unseren eigenen smarten Apple Lautsprecher. Hey hey, werden jetzt einige sagen, wir hätten doch nur iPhone Hardware und Siri mit einem Lautsprecher verbunden! Ähm ja. Genau das ist ein HomePod. Der hat selbstverständlich noch einige Mikrofone mehr, so dass die Spracherkennung wesentlich besser funktioniert, aber die Intelligenz ist die gleiche – Siri eben.

Unser selbstgebauter smarter Speaker hat ein paar Vor- als auch Nachteile. Zu den Vorteilen zählt in der ersten Ausbaustufe der günstige Preis: Die meisten werden wohl noch eine altes iPhone haben (pssst, die Android-Fraktion kann das auch mit einem alten Android Handy und „Ok Google“ nachbauen) und einen Lautsprecher mit Audioeingang findet sich überall. Meistens ist nur der Kauf eines Audiokabels für 3,50 Euro nötig. Damit liegt man weit unter dem von Apple angepeilten Preis von 350 Euro. Aber auch die Variabilität ist von Vorteil: möchtet Ihr beispielsweise Eure existierende Audioanlage anschließen, braucht Ihr nur das iPhone mit dem Audioeingang zu verbinden – fertig.

Schließt Siri einfach überall an!

Oder Ihr wollt die Siri-Funktionalität, aber für 350 Euro bitteschön zwei Stereoboxen. Kein Problem, seht Euch in der Welt der Aktivboxen um, und kombiniert diese mit einem iPhone. Die Bandbreite, die Amazon beispielsweise mit den ganzen Alexa-Lautsprechern abdeckt kann mit dem einfachen Anschluß eines iPhones noch weiter gefächert werden. Überall wo es angeschlossen ist habt Ihr Zugriff auf die Musik in Eurer Cloud, auf Eurem Rechner (wenn freigegeben) oder auf Apple Music. Selbst Spotify läuft, wenn auch sehr lieblos von Apple unterstützt.


Bei mir läuft das ganze in der Küche, wo ein HomePod sowieso nicht hinpasst. Das leichte iPhone ist mit einem Tesa PowerStrip an den Fliesenspiegel geklebt und wartet dort auf Befehle, die meist eh nur „Hey Siri, spiele das und das“ lauten. Extrem praktisch, wenn man beim Kochen mal wieder alle Hände voll hat. Freunde von Onlinerezepten können sich natürlich zwecks des großen Displays auch ein altes iPad an die Wand kleben und einen Lautsprecher anschließen.

Und die Nachteile? Nun, viele Fragen versteht Siri immer noch nicht und man benutzt am Ende des Tages doch nur die Funktionen, die die größte Vereinfachung bringen nämlich aus extrem vielen Songs direkt den gewünschten auszuwählen. Aber das ist eigentlich schon genug. Selbstverständlich könnt Ihr auch neue Termine und alles andere was Siri kann benutzen, aber im Prinzip ist es ein cooles Küchenradio und ein Timer mit Sprachsteuerung. Die Spracherkennung ist sehr gut und wenn die Musik laut läuft noch gut bis ok, abhängig davon, wie weit die Entfernung zum Handy ist. Für ein fast schon aussortiertes Gerät also eine extrem gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Es geht mal wieder nichts über ein Kabel.

Der Vorteil ist hier, dass wir den Lautsprecher mit einem Kabel anschließen und etwas entfernt vom iPhone aufstellen. Das macht es dem iPhone leichter zu erkennen, wann wir versuchen mit ihm zu reden. Die Lösung mit einer Bluetooth-Verbindung solltet ihr lassen, wenn der Lautsprecher auch ein eingebautes Mikrofon hat und als Freisprecheinrichtung dienen kann: Dann hört man Siri nur in wesentlich schlechterer Qualität und die Bedienung des Sprachassistenten ist auch deutlich schlechter. Zum einen sind die mehrfachen Mikrofone im iPhone immer besser und zweitens ist die Verzögerung bei der Bluetooth Verbindung kein Vergnügen.

Wer sich dafür entscheidet einen kleinen Aktivlautsprecher mit einem iPhone zu kombinieren, kann auf Apples Sprachassistenten und alle entsprechenden Dienste zurückgreifen und ist gleichzeitig bei der Auswahl der Lautsprecher sogar noch breiter aufgestellt als Amazon mit seinen Echo Lautsprechern. Und oben drauf gibt es nicht nur ein Display, welches noch alle angefragten Informationen anzeigt sondern auch noch die Möglichkeit per FaceTime Anrufe zu tätigen. Sehr praktisch, wenn man doch echte menschliche Unterstützung braucht und zeigen muss, wobei man in der Küche nicht weiter kommt. ;)



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