Welches Synology NAS kaufen?

Ihr möchtet Euch ein NAS (Network Attached Storage) von Synology kaufen, aber Ihr wisst nicht genau welches und was die Unterschiede sind? Wir erklären es Euch.

Kommen wir zuerstmal zu der Erklärung der Synology Produktbezeichnungen. Nehmen wir als Beispiel mal die DS218+. Das “DS” steht für Disk Station, also die Geräte, die man einfach aufstellt und die nicht in einem Serverrack landen. Die “2” gibt an, dass das Gerät zwei Festplatten aufnehmen kann und die “18” steht für das Jahr 2018, in dem das Gerät auf den Markt kam. Der Buchstabe oder das Plus dahinter gibt die Performance an. Steht nichts dahinter, ist es die Standardausführung, “j” sind die günstigeren, weniger performanten Geräte, mit “+” werden die etwas schnelleren gekennzeichnet.


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An dieses Schema wird sich bei den größeren Disk Stations nicht mehr gehalten (die DS718+ hat beispielsweise nur zwei Einschübe), aber es ist zumindest eine Orientiereungshilfe.


Synology NAS mit Platz für eine Festplatte

Ein NAS von Synology mit einem Festplatteneinschub kann durchaus eine gute Wahl sein. Zwar verliert man eine mögliche RAID-Funktion, aber man kann bei allen Geräten eine externe Festplatte per USB anschließen, um dort ein zusätzliches Backup zu machen, kein Problem also. Auch ist es egal, wenn die Synology selbst als Backupmedium fungiert, die originalen Daten also z.B. auf dem Mac liegen.


Die DS119j, die wir hier getestet und der älteren DS115j gegenübergestellt haben, ist hardwaremäßig sehr übersichtlich aufgestellt. Sie hat zwar einen Doppelkernprozessor, aber nur 256 MB RAM.

  • für einfache Speicheraufgaben gut geeignet
  • nichts für Videotranscodierung

Daher eignet sie sich entweder als gut als reiner Datenspeicher oder eigene Cloudlösung für ein SFTP Backup, weniger allerdings um viele Softwarepakete auszuführen und überhaupt nicht um Video zu transcodieren. Es ist ein Ideales Gerät um Speicherplatz ans Netz zu bringen, sofern man nicht viel anderes nutzt.


Dazu eignet sich die DS118 wesentlich besser. Sie kommt mit einem deutlich stärkeren Quad-Core-Prozessor, der auch Videotranscodierung im H.265 Format beherrscht und einem Gigabyte an Arbeitsspeicher.

  • leistungsfähigstes One-Bay-Modell
  • beherrscht 4K Videotranscodierung

Damit sind dem Anwendungszweck so gut wie keine Grenzen gesetzt. Die DS118 ist das ideale Rechenmonster, wenn Ihr nur eine Festplatte braucht oder nutzen wollt und alles andere (wenn nötig) extern verbinden möchtet.





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Synology NAS mit Platz für zwei Festplatten

Wer gerne RAID Funktion nutzen möchte, also das Spiegeln seiner Daten auf eine weiter Festplatte, wird Synologys im Auge haben, die zwei Platten aufnehmen können.


Das Einstiegsmodell ist hier die DS218j. Im Gegensatz zur DS119j kommt sie mit einem 400 MHz schnelleren Doppelkernprozessor und immer hin 512 MB Arbeitsspeicher. Damit ist sie nicht ganz so schwachbrüstig und kann auch mal das ein oder Softwarepaket mehr ausführen.

  • günstigste Two-Bay-Lösung
  • für einfache Aufgaben ausreichende Leistung

Auch hier solltet Ihr Euch aber mit den Aufgaben, die Ihr der Disk Station gleichzeitig zumutet, zurückhalten. Eine gute Wahl, wenn Ihr wie bei der DS119j einfach nur viel Speicher am Netz haben wollt, aber auch gerne die RAID Funktion nutzen wollt.

Für anspruchsvollere Szenarien hat Synology gleich drei Modelle der DS218 im Angebot: die DS218, die DS218play und die DS218+. Alle sind nicht langsam, setzten aber leicht unterschiedliche Schwerpunkte.


Das günstigste Modell ist die DS128play. Diese hat den gleichen Quad-Core Prozessor wie auch die DS218, hat mit 1 GB aber nur halb so viel RAM.

  • gute Rechenleistung und günstig
  • Gehäuse verschraubt, kein Btrfs

Weiterhin beherrscht sie das Btrfs Festplattenformat nicht – es sind somit keine Snapshots, also Abbilder des aktuellen Speicherzustandes möglich. Zu guter letzt ist das Gehäuse so aufgebaut wie das der DS218: zum Wechsel der Festplatten muss das Gehäuse auseinandergeschraubt werden. Von der Rechenleistung ist die DS218play aber gut aufgestellt: sie kann in Echtzeit 4K Videos transcodieren.


Wenn das möchte, aber zusätzlich noch das Btrfs Dateisystem und 2 GB RAM, der sollte sich an die DS218 wenden.

  • mehr Arbeitsspeicher
  • Festplattenslots von vorne zugänglich

Die Prozessorleistung ist die gleiche, somit könnt Ihr eine Menge an gewünschten Funktionen nutzen. Ein weiterer Vorteil ist die Hot-Swap-Fähigkeit für die Festplatten: anstatt das Gehäuse aufschrauben zu müssen, könnt Ihr vorne die Abdeckung entfernen und die Festplatten auf Schlitten entfernen – sehr praktisch.


Die DS218+ ist, obwohl sie auch gut Transcodieren kann, nur mit einem Dual Core Prozessor mit bis zu 2,5 GHz ausgestattet.

  • erweiterbarer Arbeitsspeicher
  • für viele gleichzeitige Zugriffe ausgelegt

Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GB, kann aber auf bis zu 6 erweitert werden. Damit ist sie in der Lage bis zu 1500 Verbindungen zu verwalten, das sind siebeneinhalb Mal so viele wie bei den anderen beiden Modellen. Die DS 218+ ist also das Arbeitstier, das viele Zugriffe verwalten kann.


Ganz oben in der Leistungsskala steht jedoch die DS718+: Quad-Core Intel Celeron mit 1,5 GHz (2,3 GHz Turbo Boost) und 2 GB Arbeitsspeicher (auf 6 GB aufrüstbar).

  • sehr viel Leistung
  • mit externen Festplattenmodulen zu erweitern

Dieses Modell kann zudem mit einem externen Erweiterungsmodul für weitere Festplatten versehen werden. Falls Ihr also jetzt viel Leistung braucht und in der Zukunft vielleicht mehr Speicherplatz ist diese DiskStation eine Überlegung wert.


Synology NAS mit Platz für vier Festplatten

Braucht Ihr mehr Speicher, kommt vielleicht eine Synology mit vier Festplattenplätzen für Euch in Frage.


Die logischste Wahl, wenn Ihr viele Videos speichert ist die DS418j: Quad-Core Prozessor mit 1,4 GHz, 1 GB RAM, interne Kapazität bis zu 57 TB. Nachteil: sie kann kein Btrfs.

  • günstigstes Synology NAS für vier Festplatten
  • geeignet für große Videosammlungen und den Hausgebrauch

Damit eignet sich die DS418j einfach also großer Datenspeicher für zu Hause. Allerdings sollten die Videos schon im richigen Format vorliegen: ein Echtzeittranscodierung ist nicht möglich. Die technischen Daten sorgen für eine flotte Reaktion, sind aber nicht für für viele simultane Zugriffe oder professionelle Aufgaben ausgelegt.


Leistungsfähiger und auch mit doppelt so viel RAM sind da die DS418 und die DS418play. Aber aufgepasst: hier sind die Bezeichnungen im Gegensatz zu den DS2** Modellen verdreht. Die DS418 ist die weniger leistungsfähige Variante.

  • Echtzeit 4K Videocodierung mit 60fps
  • für große Videosammlungen in verschiedenen Formaten

Weniger leistungsfähig ist relativ und grenzt eher den Gebrauch zum professionellen Umfeld ab. Schon die DS418 kommt mit 2GB RAM, Quad-Core-Prozessor für 4K Videocodierung (60fps) und einer gleichzeitigen Nutzeranzahl von bis zu 500 Personen. Sie ist ideal für anspruchsvolle Privatanwender oder kleine Büros.


Die DS418play hingegen kann mit bis zu 6 GB RAM aufgerüstet werden und kann dann bis zu 1000 Nutzer verwalten. Auch ist sie die bessere Wahl, wenn Ihr über 100.000 Dateien hosten wollt.

  • für den professionellen Einsatz
  • viel Arbeitsspeicher für viele Nutzer möglich

Sie eignet sich gut für das professionelle Umfeld, und ist wegen des größeren Arbeitsspeichers trotz des Zwei-Kern-Prozessor in wichtigen Anwendungsbereichen leistungsfähiger. Der einzige Punkt, in dem sie gegenüber der DS418 zurückstecken muss ist das Videotranscodieren: das schafft die DS418play in 4K nur mit 30fps.


Wer alles möchte und in jedem Bereich die höchste Leistung will bei Synologys Modellen mit vier Festplattenschächten greift zur DS918+. Ihr bekommt einen Quad-Core-Prozessor, 4 GB RAM und optional sogar 8 GB. Weiterhin lassen sich neben den mechanischen 3.5″ Festplatten auch gleich M.2 NVMe SSDs hinzufügen. Die DS918+ ist somit das professionellste Angebot unter den Modellen für vier Festplatten.

  • 4K Videostranscodierung von zwei Streams gleichzeitig
  • interne NVMe SSDs und externe Festplattenerweiterungen möglich

Die hohe Leistung erlaubt Euch sogar das Transcodieren von zwei Videostreams gleichzeitig. Weiterhin kann die DS918+ mit einem weiteren Gehäuse bis zu fünf Festplatten zusätzlich verwalten. Die maximale Nutzeranzahl liegt bei 1500.


Synology NAS mit Platz für fünf und sechs Festplatten


Die DS1019+ unterstützt bis zu fünf Festplatten, die DS3018xs sechs. Beide Geräte haben 8 GB Arbeitsspeicher und sind für ungefähr eine Millionen gehosteter Dateien gedacht. Auch können beide bis zu 1000 Clientverbindungen gleichzeitig verwalten. Beide sich zudem mit NVMe SSDs aufrüsten (die DS3018xs per Adapterkarte). Die DS1019+ eignet sich zudem für 4K Videotranscodierung.

  • DS1019+ für Leistungsfähigkeit und Videotranscodierung
  • DS3018xs als Einstieg in die Welt der professionallen NAS Systeme


Falls viel Speicherplatz gefragt ist, aber etwas weniger Leistung ausreicht, dann könnt Ihr auch nur DS1618+ greifen. Sie kommt in der Grundausstattung mit nur 4 GB RAM und leistungstechnisch etwas unter den genannten Modellen, kann aber auch sechs Festplatten aufnehmen. Sie fällt bei der Videorechenleistung hinter die DS1019+ zurück, ist aber in anderen Bereichen mit DS3018xs gleichauf. Sie ist eine gute Wahl, falls Ihr das Gerät in einem Büroumfeld einsetzen möchtet, extrem viel Speicherplatz braucht und dennoch auf das Budget achten müsst.

  • sehr viel Speicherplatz
  • aufrüstbar, für viele Dateien und Nutzer

Braucht Ihr noch mehr Speicherplatz, kommt Ihr endgültig in den Bereich der professionallen Synology NAS Systeme. Synology bietet Modelle für 8, 10, 12, 16 und 24 Einschübe an, dazu kommen dann für schnelle Übertragungsgeschwindigkeit auch 10 GbE Ports. Eine Auswahl an solchen Geräten findet Ihr hier.


Möchtet Ihr Euren Mac an ein 10 Gigabit Netzwerk anschließen (oder für kleinen Preis vielleicht nur mit 5 Gigabit Geschwindigkeit), dann haben wir hier für Euch die passenden Adapter aufgelistet.

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