The DNA Journey: Schöne, gefakte virale Werbekampagne

Vielleicht habt Ihr sie auch schon angesehen: Die aktuellen Werbevideos des Reiseanbieters momondo. Die Aussage ist schön, die Erstellung allerdings nicht ganz ohne Schummelei abgegangen.

In den Videos geht es darum zu zeigen, dass jeder Mensch DNA aus verschiedenen Ländern in sich trägt und dass demnach (wie ja allgemein bekannt sein sollte) Rassismus eine blöde Idee ist. Zu diesem Zweck werden Freiwillige erst interviewed, die sich dabei von einigen Ländern abgrenzen möchten, von denen sie nicht unbedingt Fan sind. Nach einer DNA Analyse stellt sich dann bei allen heraus, dass keiner der Teilnehmer “reinrassig” ist, sondern alle DNA Fragmente von Menschen anderer Länder in sich tragen.

Diese Aussage ist natürlich schön und auch in jedem Fall zu unterstützen. Schließlich stammen wir alle von einer Urpopulation ab und wer sein Menschenbild von (gerade aktuellen) politische Grenzen abhängig macht, der sollte vielleicht mal wieder ein Buch zur Hand nehmen. Schade ist allerdings, dass nach Recherchen einer dänischen Publikation sowohl der wissenschaftliche Teil nicht sauber ausgeführt wurde, also auch dass die Teilnehmer Schauspieler sind.

Wir sind alle verwandt.

Allerdings muss man der Werbekampagne zugute halten, dass es eine der besseren Ideen für eine Viralkampagne ist und selbst mit nicht wissenschaftlich korrekt angewandten Methoden bleibt die Aussage dennoch die gleiche: am Ende sind wir alle irgendwie verwandt.


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