WLAN-Geräte haben bekanntlich Antennen. Die nach dem neusten ac-Standard können mit einer bis vier Antennen aufwarten. Wir testen ein günstiges Gerät mit zwei Antennen gegen die AirPort Extreme mit drei und schauen, ob der Aufpreis gerechtfertigt ist.

Teil 1: Wohnungsumgebung

In diesem ersten Teil vergleichen wir die beiden Router in einer Wohnung. Also auf der gleichen Ebene, zwischen Router und Empfänger sind 1m Abstand, eine Wand und zwei Wände. Zusätzlich zu beachten: die Nachbar WLANs sind an und sie sind zahlreich.

Als Empfänger dienen ein MacBook 2009 mit zwei Antennen, das 2,4 und 5 GHz n-WLAN beherrscht. Für die Messung des ac-Standards und des 2,4 GHz n-WLANs mit jeweils drei Antennen dient ein Asus RT-AC66U Router im Client-Modus.

WHR-1166D &
RT-AC66U
WHR-1166D &
MacBook
AirPort &
RT-AC66U
AirPort &
MacBook
1m,
5 GHz ac
58 down
43 up
x60 down
73 up
x
1m,
5 GHz n
x27 down
28 up
x26 down
28 up
1m,
2,4 GHz n
15 down
11 up
11 down
11 up
16 down
16 up
12 down
12 up
1 Wand,
5 GHz ac
22 down
31 up
x31 down
33 up
x
1 Wand,
5 GHz n
x2 down
2 up
x2 down
3 up
1 Wand,
2,4 GHz n
8 down
6 up
4 down
4 up
8 down
8 up
3 down
4 up
2 Wände,
5 GHz ac
30 down
27 up
x31 down
39 up
x
2 Wände,
5 GHz n
x2 down
3 up
x1 down
1 up
2 Wände,
2,4 GHz n
10 down
7 up
4 down
3 up
7 down
7 up
4 down
4 up

Angaben in MB/s (Dezimal).

Was sich zeigt ist, dass sich eine zusätzliche Antenne auf der Empfangsseite anscheinend gut macht. So zeigt sich in Richtung des empfangenden Asus mit drei Antennen nahezu der gleiche Durchsatz, egal ob der Buffalo oder die AirPort der sendende Router ist. Umgekehrt zeigt sich dann, dass der Buffalo nur zwei Antennen hat: soll er Daten vom RT-AC66U annehmen wirds deutlich langsamer als mit der AirPort.

Ist das MacBook mit zwei Antennten der Client, gibt es so gut wie keine Unterschiede. Nur im 5 GHz Bereich durch zwei Wände ist die AirPort deutlich besser beim Upload. Befinden sich also Router und Empfänger auf einer Ebene, unterscheiden sich die Leistungen nicht sehr stark. Der kleine Buffalo kann sogar sehr gut mithalten, besonders in dem Bereich, wo das WLAN an seine Grenzen kommt. Hier ist teils sogar etwas besser. Allerdings: es können auch Messungenauigkeiten sein, es waren viele andere Funknetzwerke im Hintergrund aktiv.

Soll hauptsächlich Internet verteilt werden,
reicht ein Zwei-Antennen-Router.

Man kann also für kleine Wohnungen festhalten: für den alltäglichen Gebrauch mit wenigen gleichzeitig im Netz befindlichen Geräten reicht auch ein Gerät mit nur zwei Antennen. Dieses kostet nur ein Drittel des Preises eines leistungsfähigeren Routers, kann aber bei der Performance in vielen Fällen mithalten.

Im zweiten Teil unseres Tests sehen wir, welche Unterschiede sich ergeben, wenn wir in einem Einfamilienhaus über mehrere Ebenen messen. Kann die AirPort dort Ihren hohen Preis rechtfertigen?

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