macOS Montery: Erste Erfahrungen und mögliche Einschränkungen

macOS Monterey Installation

macOS Monterey ist da: Wir würden warten.

macOS Monterey, die neueste Betriebssystemversion für den Mac in Version 12, steht seit einigen Tagen zum Download bereit. Die ersten Erfahrungen sind ganz gut, größere Probleme scheinen auszubleiben. Größere Verbesserungen allerdings auch, sehr viele Funktionen sind für die Mehrzahl der Macs gar nicht verfügbar.


Einige Macs steigen komplett aus, USB-Hubs funktionieren nicht

Was an Problemen auftritt scheinen vereinzelt gebrickte Macs zu sein, also Geräte, die nach dem Update einfach kaputt sind. Das kann mehrere Ursachen haben, allerdings ist das besonders ärgerlich für Nutzer, deren Gerät schon älter ist und somit aus der Garantie. Da bei Apple auf Kulanz zu hoffen dürfte schwierig werden.

Ein recht verbreitetes Problem scheint zu sein, dass viele USB-Hubs einfach nicht mehr funktionieren, auch jene eingebauten in USB-C Monitoren. Teils werden die Hubs auch noch erkannt, allerdings melden sich im Betrieb befindliche Geräte irgendwann ab. Dieses Verhalten ist eigentlich seid der Beta bekannt, wurde aber nicht gefixt. Seid Ihr auf externe USB-Hubs angewiesen, was wohl auf alle Besitzer der Modelle 2016 bis jetzt zutreffen dürfte, würden wir definitiv mit dem Upgrade auf Monterey warten. Ihr legt sonst unter Umständen Eure mühsam zusammengestellte Infrastruktur lahm. Es passiert nicht bei allen Modellen, aber wenn das Euer Arbeitsgerät ist würden wir es nicht riskieren. macOS Monterey ist in dieser Hinsicht für den professionellen Einsatz einfach noch nicht bereit.

macOS Monterey Bluetooth

macOS Big Sur Bluetooth

Für Leute mit Bluetoothgeräten kann es zu dem Umstand kommen, dass der Mac ständig aufwacht. Apple hat in Monterey in den Bluetoothoptionen die Möglichkeit entfernt den Haken bei „Aufwachen erlauben“ zu entfernen, also die manuelle Möglichkeit dem Mac zu verbieten von Bluetoothgeräten aufzuwachen. Das führt teils zu nervigen Problemen.


Neue Kleinigkeiten sind ganz nett

Was ok ist, sind die Verfügbarkeit von Shortcuts auf dem System und die Verbesserungen von FaceTime, die Euch allerdings nicht dazu verleiten sollten ein Upgrade zu machen wenn Ihr auf den Mac angewiesen seid.

Ganz praktisch ist auch, dass die Menüleiste jetzt dauerhaft angezeigt werden kann wenn Ihr im Vollbildmodus arbeitet. Das lässt sich in den Systemeinstellungen unter Dock und Menüleiste einstellen. Es ist nicht ganz ästhetisch, weil beim Bewegen des Mauszeigers auf die Menüleiste immer noch wieder die Fensterleiste eingeblendet wird, aber besser als gar nichts.

Das große Feature Universal Control, also die Steuerung mit einem Mauszeiger über mehrere Apple Geräte hinweg, feht noch ganz und kommt irgendwann später.


Viele Funkionen nur auf M1 Mac verfügbar

Aber auch die neu eingeführten Funktionen gibt es vollständig nur bei M1 Macs. Das gilt für den FaceTime Portrait Mode und eingeschränkt auch für Object Capture (einige Intelmodelle mit viel RAM könnten es anbieten), eine API, die es ermöglicht aus mehreren 2D Fotos 3D Modelle zu erstellen. Auch AirPlay to Mac ist stark eingeschränkt und und häufig erst bei Baujahren ab 2017/2018 verfügbar. Wer einen älteren Mac hat, diese Funktion aber dennoch ganz einfach nachrüsten möchte kann zu AirServer greifen. Apples Einschränkung an dieser Stelle ist also nur willkürlich. Weiterhin wird es Universal Control, wenn es denn verfügbar ist, auch nicht für einige Modelle aus 2014 bis 2017 geben.


Fazit: Irgendein Update, aber noch nicht wirklich sinnvoll

macOS Monterey ist ein Update, bei dem man wieder merkt, dass es zu einem festen Zeitpunkt auf dem Markt kommen musste: Wesentliche fehlerhafte Funktionen wie die USB-Hub-Anbindung können Euch, wenn Ihr betroffen seid, das Leben zur Hölle machen. Die aktuell schon verfügbaren Funktionen sind nice-to-have, für den Alltag aber mehr oder weniger irrelevant. Und die wirklich neuen Funktionen sind noch gar nicht enthalten bzw. laufen auf vielen Maschinen gar nicht.

Wir würden also noch etwas warten, bis macOS Monterey ein oder zwei kleine Updates bekommen hat um dann umsteigen oder schlicht auf die Einführung von Universal Control warten – dann kriegt Ihr nämlich tatsächliche eine coole neue Funktion und die Kinderkrankheiten sollten bis dahin ausgebügelt sein.

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